Aktuelles

Praxisschliessung Montag 10.10.2022 von 8-10 Uhr

Liebe Eltern,

am Montag, den 10.10.22 beteiligen wir uns am bayerischen Protesttag  gegen die geplanten Einschränkungen und Kürzungen der ärztlichen Grundversorgung durch die Bundesregierung und der Krankenkassen.

Dies erscheint uns wichtig um weiter die gute Versorgung Ihrer Kinder gewährleisten zu können.

Die Praxis bleibt daher von 8.00 Uhr bis 10.00 Uhr geschlossen.

Ab 10 Uhr sind wir wieder telefonisch für Sie erreichbar.

Im akuten Notfall wenden Sie sich bitte an den ärztlichen Notdienst unter der Telefonnummer 112.

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns mit Verständnis unterstützen.

Ihr

Team der Praxis für Kinder – und Jugendmedizin Dr. Habelt

Brief Eltern Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte

Liebe Eltern,

die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen ist nicht nur unser Beruf – für viele von uns ist es eine Berufung, sich um die Gesundheit Ihrer Kinder zu kümmern. Leider haben sich die Rahmenbedingungen, unter denen wir arbeiten, seit Jahren verschlechtert. Insbesondere wird es für uns immer schwieriger, Personal für unsere Praxen zu finden. Denn im Gegensatz zum Pflegepersonal in Krankenhäusern erhalten unsere Medizinischen Fachangestellten keinen staatlichen Lohnzuschuss. Wir niedergelassene Ärztinnen und Ärzte versuchen dies natürlich auszugleichen – seit 2011 sind die Honorare unsere Medizinischen Fachangestellten (MFA) um 45% gestiegen – aber um wirtschaftlich arbeiten zu können, müssen auch die Einnahmen entsprechend angepasst werden. Und dies ist nicht der Fall – im Gegenteil. Aufgrund von leeren Kassen werden Nullrunden für die Jahre 2023 und 2024 verordnet. Der Arztberuf – insbesondere in eigener Praxis – wird so immer unattraktiver. Viele unserer älteren Kolleginnen und Kollegen finden schon jetzt keine Nachfolge für die Praxis. Die gesamte ambulante Versorgung Deutschlands – einzigartig in der Welt – ist in Gefahr. Wir wollen das nicht akzeptieren und haben daher beschlossen, im Oktober mit Protesten zu beginnen. Am 10.10.2022 werden wir am Vormittag für 2 Stunden keine Patienten behandeln. Und das ist erst der Anfang. Um den Verantwortlichen in der Politik, bei den Krankenkassen und vor Ort klarzumachen, wie ernst die Lage in unseren Praxen ist, benötigen wir auch Ihre Unterstützung. Im Anhang finden Sie eine ausführliche Beschreibung unserer Situation und auch eine Briefvorlage für ein Schreiben an den Gesundheitsminister Herrn Prof. Dr. Karl Lauterbach MdB, die Sie auch für eigene Kommunikationskanäle nutzen können, wie für „SocialMedia“ oder für eine Sendung an den eigenen Bürgermeister oder an die eigene Krankenkasse – jede Hilfe ist willkommen. Wir möchten auch in Zukunft eine gute medizinische Versorgung für Ihre Kinder sicherstellen – denn Kinder sind unsere Zukunft.

Ihr Kinder- und Jugendarzt/Ihre Kinder- und Jugendärztin

Infobrief des Berufsverbandes des Kinder- und Jugendärzte

Pädiatrischer Info-Brief an die Eltern mit der Bitte, sich an die regionalen Abgeordneten zu wenden

 

Liebe Eltern,

wir Ärzte und Ärztinnen ertragen die Zumutungen aus Politik und Krankenkassen nicht mehr – die Streichung der Neupatientenregelung und die Forderung der Krankenkassen nach gesetzlich verordneten doppelten Nullrunden für die Jahre 2023 und 2024 bringen das Fass zum Überlaufen.

Wir niedergelassenen Ärzte und Ärztinnen protestieren im Oktober flächendeckend in ganz Deutschland gegen die geplanten Gesetzesänderungen für Arztpraxen. Es beginnt am Montag, den 10.10.2022 – am Vormittag werden wir für 2 Stunden keine Patienten behandeln.

Warum reicht es der Ärzteschaft jetzt?

Die Streichung der Neupatientenregelung bedeutet nicht etwa, dass eine Arztprämie für die Annahme von Neupatienten wegfällt. Nein – stellen Sie sich bitte vor, Sie würden nur 85% Ihrer Arbeitsleistung bezahlt bekommen? Ein gutes Gefühl und Motivation würden Sie vermutlich ebenso wenig empfinden wie die Kinder- und Jugendärzte und die Kinder- und Jugendärztinnen in Hamburg – dort werden von 100 Patienten/Patientinnen nur 85 voll bezahlt. Klingt völlig irre – ist es auch und heißt im Gesundheitsjargon „abgestaffelte Bezahlung bei Budgetüberschreitung“. Arbeitsminister Heil würde es in allen Medien „Lohnraub“ nennen, wenn Arbeitnehmer davon betroffen wären.

60% der bayerischen kinder- und jugendärztlichen Praxen haben unbesetzte Stellen

Weil der Staat mit zweierlei Maß misst: In Krankenhäusern gleicht der Staat die Steigerungen der Lohnkosten für das Pflegepersonal durch einen Bundeszuschuss aus. Wir begrüßen das, fordern aber Gleichbehandlung für Arztpraxen. In der Theorie gibt es für die jährlichen Lohnverhandlungen der Kassenärzte mit den Krankenkassen eine gesetzliche Ausgleichsregelung, die in der Realität aber seit vielen Jahren nicht funktioniert: Während der Arztlohn („orientierenderPunktwert“) seit 2011 um 14,8% gestiegen ist, sind die Löhne unserer Mitarbeiter*innen in dieser Zeit um 45,5% gestiegen – und dies bei einer Inflationsrate von 23,8%. Gegensteuern? Nur möglich durch Akkordarbeit, was heißt, noch mehr Patienten zu behandeln. Sie merken es doch selbst, wie hoch der Stresspegel in unseren Praxen geworden ist – nicht schön für Sie und belastend für unsere Teams. Die Auswirkungen für Sie: Nach einer Umfrage haben bereits 40% der bayerischen Praxen Leistungseinschränkungen und/oder Ablehnungen von Patienten und Patientinnen einführen müssen. Wir verlieren immer mehr Medizinische Fachangestellte an denvergleichsweise weniger stressigen Bereich der Kliniken. Dort werden, aufgrund der staatlichen Besserstellung, zudem bessere Löhne gezahlt.

Zusätzliche Belastung durch erzwungene Digitalisierungohne Mehrwert

Wir lieben Digitalisierung – wenn Sie uns und Ihnen das Leben leichter macht. Die staatlich verordnete Telematikinfrastruktur hat die Praxen bislang nur Nerven gekostet, Programmabstürze der Arztverwaltungssoftware vervielfacht und hohe Kosten verursacht. Insgesamt werden heute ca. 30% der Arbeitszeit einer Arztpraxis für Verwaltung, bürokratische Anfragen und Fehlerbehebung „verbraucht“!Dies Zeit geht Ihnen persönlich für die medizinische Behandlung verloren.

Krankenkassen lieben es, ganze Abteilungen zu unterhalten, um Fehlverhalten von Ärzten/Ärztinnen mit Regressen zu belegen – oft genug geht es dabei z.B. nur um die Verwendung eines falschen Formulars. Für eine „Regressandrohung“ über z.B. 30€ wird jeweils mehr als eine Stunde Arztzeit in der Praxis, bei der kassenärztlichen Vereinigung und in der Krankenkasse verschwendet. Das ist volkswirtschaftlicher Wahnsinn und wir fordern mehr Zeit für unsere Patienten/Patientinnen und unsere eigentliche ärztlichen Kernaufgaben. Die wertvollste Ressource im Gesundheitswesen der nächsten 10 Jahre sind unsere Mitarbeiter*innen, und nicht das Controlling, Datenschutz und EU-Recht!

Klatschen allein reicht nicht!

In der Pandemie waren Arztpraxen der „ambulante Schutzwall,“ um die Kliniken vor dem Kollaps zu schützen: Über 90% der Corona-Patienten haben wir behandelt. Politikerverwenden im Reflex die Schlagworte „Pflege, Krankenhäuser und Intensivstationen“. Für unsere Mitarbeiter*innen bleiben nur „warme Worte“: Bei sämtlichen Pflegeboni gingen die Medizinischen Fachangestellten leer aus.

Bitte unterstützen Sie uns mit beiliegendem Protestbrief. Wenn Sie Kraft und Zeit finden – wenden Sie sich an ihren lokalen Bundestagsabgeordneten. Es ist in Ihrem eigenen Interesse. Fordern Sie Änderungen und Respekt vor der Leistung ein, die unsere Teams täglich für Sie stemmen.

Ihre Kinder- und Jugendärzte und Kinder- und Jugendärztinnen

Vorschlag für Brief an Gesundheitsminister vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte

An

Herrn Prof. Dr. Karl Lauterbach MdB
Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
E-Mail: karl.lauterbach@bundestag.de

Sehr geehrte/r Abgeordnete/r, sehr geehrter Herr Minister,

meine Kinder- und Jugendärztin/mein Kinder- und Jugendarzthat mich über die Entwicklungen der letzten Jahre im Bereich der ambulanten Versorgung und die von der Ampelkoalition geplanten Änderungen im Finanzstabilisierungsgesetz informiert. Ich bin besorgt, dass die gute und flächendeckende ambulante kinder- und jugendärztliche Versorgung akut gefährdet wird.

Warum sind in 60% der bayerischen kinder- und jugendärztlichen Stellen in Praxen für Medizinische Fachangestellte unbesetzt?

Den Krankenhäusern werden die Steigerungen der Lohnkosten für Pflegepersonal durch einen Bundeszuschuss ausgeglichen, was wir sehr begrüßen. Im ambulanten Bereich gibt es ein Verfahren, das dies ausgleichen soll. Dieses Berechnungsverfahren hinkt aber 3 Jahre hinterher und gleicht die Lohnkostensteigerungen eben nicht aus: Während der zugrunde liegende „orientierende Punktwert“ seit 2011 um 14,8% gestiegen ist, sind die Löhne unserer Mitarbeiter*innen in dieser Zeit um 45,5% gestiegen. Die im Verbraucherpreisindex gemessene Geldentwertung hat im gleichen Zeitraum 23,8% betragen. Dies hat zur Folge, dass Arztpraxen immer mehr Medizinische Fachangestellte an die Kliniken verlieren, weil dort bessere Löhne gezahlt werden können. Dies verschärft den Personalmangel und führt in 40% der bayerischen Praxen bereits jetzt zu Leistungseinschränkungen.

Bitte setzen Sie sich persönlich dafür ein, dies zu verhindern!

Nähere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung der Kinder- und Jugendärzte unter

https://www.bvkj.de/politik-und-presse/nachrichten/274-2022-09-27-berufsverband-der-kinder-und-jugendaerzte-beklagt-weitere-verschlechterung-der-versorgung-von-kindern-und-jugendlichen

„Kinder sind unsere Zukunft“: Bitte fügen Sie dieser Standardfloskel in Wahlkämpfen politische Taten und ein tragfähiges Konzept für die ambulante Versorgung der Kinder- und Jugendlichen hinzu!

Mit besorgten Grüßen

Familie ___________________________________

Rahmenhygieneplan

https://www.stmas.bayern.de/imperia/md/content/stmas/stmas_inet/220901_rahmenhygieneempfehlung_lesefassung__002_.pdf

Bitte beachten Sie, dass sich aktuell die Regelungen bei Bedarf sehr schnell ändern können.

Wir bemühen uns auf der homepage dies zeitnah anzugeben. Eine Gewähr kann nicht übernommen werden.

Deshalb bitte immer auf das Datum des jeweiligen Standes achten.

Bitte beachten Sie auch weiterhin die Hygienemaßnahmen in unserer Praxis:

– Die Trennung der Sprechstunden in NICHT-Infekt und Infektsprechstunde hat sich sehr bewährt und wird als Sicherheit für Ihre Kinder von Ihnen Eltern sehr gelobt und geschätzt.

Wir werden sie deshalb – trotz des grossen organisatorischen Aufwandes- bis auf Weiteres durchführen.

  • Bitte vereinbaren Sie wie gewohnt  immer einen Termin
  • In der Praxis bitten wir Sie einen Mundschutz, vorzugsweise FFP2 oder medizinischen Mundschutz zu tragen
  • Wie bitten um Verständnis, dass wir aktuell immer nur eine Bezugsperson mit in die Praxis kommen lassen können.
  • Bitte beachten Sie den Abstand von 1,5m und waschen Sie bitte Ihre Hände unmittelbar bei Betreten der Praxis.

Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Mitarbeit zur guten kinderärztlichen Versorgung Ihrer Kinder auch in dieser aussergewöhnlichen Zeit.

Bleiben Sie gesund und wenden Sie sich gerne an uns.

Viele Grüsse

Ihr gesamtes Team der Kinderarztpraxis Dr. Habelt/Lichdi

Links / Downloads​

Kopfschmerzfragebogen                         Einverständnis Hebamme


Kinderärzte im Netz:                                https://www.kinderaerzte-im-netz.de/altersgruppen

 

Babykompass:                                          Fragen zu Ernährung, Reisen, Kindersitz u. Vieles mehr

https://www.kinderaerzte-im-netz.de/fileadmin/pdf/Babykompass/2022_Babykompass.pdf


 Wie ernähre ich mein Kind richtig?        http://www.fke-do.de

DGKJ-Elterninformationen:                     https://www.dgkj.de/eltern/dgkj-elterninformationen

Familienergo:                                            https://www.familienergo.de

 

Vitamin D:          https://www.dgkj.de/fileadmin/user_upload/Stellungnahmen/1804_EKSN_VitaminDnach2temLj.pdf 

Impfschutz für Kinder: https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Empfehlungen/Impfempfehlungen_node.htm